Kochen, Liebe und Familie – warum das zusammengehört? Einfach so!

Allgemeines

Wenn ich mich an meine Kindheitstage zurück erinnere, war Kochen und besonders Backen schon immer eine große Leidenschaft in meiner Familie. Zusammen mit Oma wurden Suppeneinlagen gebacken oder mit Papa ungarisches Gulasch gekocht.

Neben dem Spaß am Probieren und Testen, ist in den letzten Jahren eine kleine Idee gewachsen: Ich möchte die Rezepte meiner weit verstreuten Familie sammeln, nachkochen und natürlich darüber berichten.

…wer weiß, vielleicht gibt es zu den Rezepten die ein oder andere kleine oder große Geschichte zu erzählen!

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Holunderblüten mit Honig vereint

Zum Versüßen

Es ist schon ein Weilchen her, dass ich dieses Eis gemacht habe. Aber da es gerade so gut passt, habe ich mich dazu entschlossen, es Euch zu zeigen. Es ist ja gerade so schön warm und sonnig und da ist doch von Eis eigentlich nicht abzusehen! 

Als Anfang des Sommers die Holunderblüten so toll geblüht haben, konnte ich mich nicht zurückhalten und habe einen ganzen Haufen davon zu Sirup und Gelee verarbeitet. Kurz danach stolperte ich auf meiner Recherche nach Eisrezepten über verschiedene Ideen in denen Sirup zum Einsatz kam – so ist kein zusätzlicher Zucker von Nöten, weswegen zum Beispiel das vorherige Kochen der Eismasse entfällt.

Dieses Holunderblüten-Honig-Eis habe ich einfach aus meinen verschiedenenen vorhandenen Zutaten zusammengestellt und schwuppdiwupp in meine Eis-Förmchen gefüllt. Jeder der eine Eismaschine zuhause hat, kann die Masse auch super in einer halben Stunde in wunderbar cremiges Jogurt-Eis verwandeln. Ich bevorzuge allerdings die Variante am Stil. Einfach deswegen, weil ich mir so nach der Arbeit super flux ein Eis aus dem Tiefkühler schnappen kann und mich dann mit ihm zusammen auf den Balkon setzen kann… Und in der abendlichen Sonne lässt sich so ein Eis doch am besten genießen!

Holunderblüten-Honig-Eis
Für 8 Eis am Stiel

400g Jogurt
200ml Holunderblütensirup
4 EL Honig
250g Sahne

Zunächst die Sahne aufschlagen und am besten in den Kühlschrank beiseite stellen. Nun den Jogurt mit dem Hollunderblütensirup und dem Honig glatt rühren.

Zum Schluss die kühle aufgeschlagene Sahne vorsichtig unterheben und die Eismasse in die Förmchen füllen. Sie kann natürlich auch in eine Eismaschine gefüllt werden, wobei dann die Sahne nicht unbedingt aufgeschlagen werden muss. 

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Na, Lust auf ein Eis bekommen? Kommt vorbei uns schnappt Euch eines! Neben Eis und Erdbeeren sind auch schon wunderbare Shortbread Mini-Tarts with Lemon Grapefruit Curd Filling mit auf dem Geburtstagstisch!

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Noch bis Ende September habt Ihr Zeit – kommt doch vorbei und feiert mit uns eine „British Summerparty„!

Liebste Grüße,
Eure Tanja

Ein blauer Erdbeerkuchen? Oh ja!

Torten und Kuchenliebe

Eine meiner liebsten Freundinnen und zugleich Arbeitskolleginnen hatte letztens Geburstag. Zusammen mit ein paar lieben Kolleginnen und Kollegen und natürlich unserem heißgeliebten Grill haben wir uns also aufgemacht und uns zum Geburtstag der Meeres-, Segel-, Nixen- und Wasserliebhaberin getroffen.

Natürlich musste hier eine kleine Torte dabei sein! Und natürlich musste sie auch ein bisschen zum Geburtstagskind passen. Nach vorherigem vorsichtigen Ausfragen, kam heraus, dass sie Erdbeeren besonders gerne hat. Nun… passte nicht so ganz zu meinem ersten Gedanken: Der Nixe schenke ich einen kleinen essbaren Teich mit Blumen. Na gut, also lange darüber nachgedacht und zum Schluss einfach kombiniert! Voilá – eine blaue Erdbeertorte!🙂 Wir genossen die cremige und frisch-fruchtige Torte bei wunderbar wärmender Abendsonne und etwas Musik… schön wars, liebe Nixe!

Erdbeerkuchen mit Mascarponefüllung und Swiss Meringue Buttercreme
Für eine 20cm Backform

Teig (Wunderkuchen)
4 Eier
200g Zucker
200ml Rapsöl
200ml Zitronenmilch (oder Erdbeermilch, normale Milch – es ist ja ein Wunderkuchen und da kann die Flüssigkeit hier nach belieben ausgetauscht werden)
250g Mehl
1 Pck. Backpulver
1 Zitrone

Füllung
250g Mascarpone
250g Sahne
150g Puderzucker
250g Erdbeeren
200g Erdbeermarmelade

Swiss Meringue Buttercreme
4
Eiweiß
1 Prise Salz
200g Zucker
350g Butter

Dekoration
50g weißer Fondant
5 Metalldrähte
20g gelber Fondant
blaue Lebensmittelfarbe
goldene Lebensmittelfarbe

Für den Teig zunächst die Eier mit dem Zucker so aufschlagen, dass die Masse ein gutes Volumen bekommt und weißlich wird. Nun vorsichtig und langsam im Wechsel Öl sowie die Erdbeermilch hinzugießen und langsam weiter rühren. Nun die abgeriebene Schale der Zitrone sowie den Zitronensaft hinzugeben. Zu guter letzt nur noch das Mehl und das Backpulver in die Masse sieben und vorsichtig mit einem Spatel unterheben.

Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Form gießen und bei 180 Grad ca. 45 Minuten lang backen. Danach etwa 10 Minuten lang abkühlen lassen und dann aus der Form herauslösen.

Für die Füllung die Sahne mit der Mascarpone und dem Puderzucker glatt rühren und dann kurz ca. 1 -2 Minuten aufschlagen. So entsteht eine festere Creme. Diese nun zum Verweilen in den Kühlschrank stellen.

Nun die Swiss Meringue (dankeschön, liebe Frau Zuckerfee!!) vorbereiten, während der Kuchen gut auskühlt: Hierfür das Eiweiß mit einer Prise Salz und dem Zucker in eine hitzebeständige Schüssel geben und diese in ein Wasserbad stellen. Hierin unter beständigem Rühren nun ca. 5 Minuten erhitzen, bis sich der Zucker schön auflöst.

Wenn sich kein Zucker mehr spüren lässt, die Eiweißmasse in die Küchenmaschine geben und stark aufschlagen – etwa 10 bis 15 Minuten kann das dauern! Also schön Geduld beweisen und laaaange aufschlagen, bis das Eiweiß schöne Spitzen hinterlässt.

Sollte sie sich nicht mehr heiß anfühlen und schön steif sein, den Aufsatz auf einen gröberen Aufsatz wechseln und die zimmerwarme, weiche Butter in Stücken hinzugeben und gut unterrühren. Auch das kann sehr lange dauern – weitere 10 bis 15 Minuten kann das dauern. Also auch hier geduldig sein und keine Angst, wenn die Creme grisselig wird, nach 10 Minuten wird sie wieder schön fein, luftig und wunderbar weich…

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Zuletzt nur noch den Kuchen in Böden schneiden, zuerst die Marmelade, dann die Mascarponecreme sowie zuletzt die klein geschnittenen Erdbeeren auf dem Boden oder den Böden jeweils twa 1,5 – 2cm dick verteilen, stapeln und zu guter Letzt den Kuchen mit der Swiss Meringue Buttercreme einstreichen.

Den blauen Verlauf erhält man, indem blaue Lebensmittelfarbe in einen kleinen Rest der Buttercreme einrührt wird und dann vorsichtig mit einem Spatel, fein über den Kuchen gestrichen wird. Indem zuletzt mit einem Spatel oder einem Lineal alles glatt gemacht wird, erhält man den schönen Verlauf.

Die Blume habe ich ein paar Tage vorher vorbereitet. Hierfür habe ich aus dem weißen und leicht blau eingefärbten Fondant ein paar Blütenblätter ausgeschnitten und zu einer Blume zusammengesteckt. Die Drähte habe ich mit dem gelben Fondant umhüllt, in Goldstaub getaucht und dann durch die Blüte gesteckt. Die Ränder der Blüte habe ich zuletzt noch mit der blauen Lebensmittelfarbe und einem Wattestäbchen bemalt und zum Schluss nur noch in den Kuchen gesteckt.

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Wie Ihr seht, wirklich gut ist die Creme außen herum nicht geworden, aber ich lerne noch dazu und übe fleißig weiter… Dem Rezept ist das aber nicht geschuldet, es war wirklich genial und wunderbar weich im Geschmack! Danke liebe Frau Zuckerfee, dass Du diese tollen Tipps veröffentlicht hast.

Liebste Grüße,
Eure Tanja