Eine Mispel auf dem Kuchenteller

Torten und Kuchenliebe, Zum Versüßen

Als ich letztens über dem Markt meines Vertrauens schlenderte, sah ich diese gold-gelben Früchtchen und musste einfach zugreifen. Ich mag diese kleinen Rosengewächse sehr – sie sind etwas so besonderes und man hat sie einfach so selten auf dem Tisch.

Eigentlich eignen sie sich super für Gelees oder Marmeladen, aber heute mussten sie einfach einzeln verpackt in den Ofen wandern. Kleines japanisches Obst auf dem Kuchenteller – und doch schmeckt es, als wäre aus es hiesigen Gärten. Fruchtig, frisch und säuerlich ähneln sie meiner Meinung nach unseren Aprikosen, wobei sie laut Wikipedia mehr mit dem Apfel verwandt sind (ich habe hier einfach einmal den Eintrag verlinkt – lies nach, wenn Du möchtest).

So, jetzt sitzen die kleinen Früchtchen aber im knusprigen Teigmantel eingepackt und puderzuckerbestäubt auf dem Kuchenteller… Bereit zum genießen! 

Mispeln im Teigmantel
4 Stück

Füllung
4 japanische Mispeln

Teig
50g Roh-Rohr-Zucker
100g Butter
150g Dinkel-Mehl (es geht aber auch jedes andere Mehl)
1 Ei, S (es sollte sehr klein sein)

2 EL Puderzucker

Für den Teig zunächst alle Zutaten rasch miteinander verkneten und in eine Folie gewickelt etwa eine Stunde im Kühlschrank rasten lassen.

Die Mispeln in der Zwischenzeit waschen, gut abtrocknen und beiseite legen. Entkernen kann man sie vor dem Backen auch noch, muss man aber nicht. Hierfür, ähnlich wie bei einer Aprikose, vorsichtig auf einer Seite einschneiden und den Kern herausholen – aber Achtung, manchmal sind es zwei.

Danach den Teig auf etwas Mehl dünn ausrollen, mit etwas Puderzucker bestäuben und in ca. 10 – 15cm große Quadrate schneiden – je nachdem wie groß die Mispeln sind. Jeweils eine Mispel in die Mitte eines Quadrats legen und den Teig um sie herum wie ein Päckchen wickeln.

Die kleinen Teigpäckchen in die Mulden eines Muffinblechs stellen und bei 160 Grad etwa 35 Minuten lang backen.

Etwas abkühlen lassen und mit Puderzucker bestäubt servieren. Vanilleeis oder Sahne passen auch ganz hervorragend dazu und runden den säuerlich frischen Geschmack der Mispeln perfekt ab!

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Liebste Grüße,
Eure Tanja

Das Apfel-Rahm-Törtchen im Glas

Gesund und lecker, Torten und Kuchenliebe

Reste müssen nicht immer weggeworfen werden – das ist Euch allen sicher absolut klar. Wenn ich sehe, wie viele Tonnen Lebensmittel im Müll landen, bekomme ich schon Magenschmerzen. Klar, wenn Fleisch oder Wurst nicht mehr gut sind, sollte man sie zu seinem eigenen Schutz nicht mehr essen – aber warum erst so weit kommen lassen?! Einen wunderbaren kleinen Shop habe ich letztens in München entdeckt und musste dort auch gleich einkaufen: frischer Käse von der Käserei und tolle Lebensmittel ohne Verpackung. Den Käse dort haben wir in etwa zwei Wochen ohne Reste aufgegessen, denn er war zum Einen natürlich wahnsinnig frisch und lecker, zum Anderen wusste ich einfach, wo er her kommt und da hängt das Herz einfach noch mehr dran. Wegwerfen ist da keine Alternative. Nein. Der musste gegessen werden!

Ähnlich erging es mir letztens, als ich einen Rahmguss zum Überbacken eines Gerichts gemacht habe und einen Teil des Gusses nicht mehr in die Auflaufform gebracht habe. Da ich beim Kochen, meist erst in der Form bzw. im Topf würze, war der Guss im Geschmack also neutral und so konnte ich ihn für ein ganz spontanes, frisches Dessert nutzen. Ein halber Apfel aus dem Kühlschrank, etwas von der offenen Testpackung einer Gewürzmischung und natürlich noch etwas Zucker. Aber das war es im Grunde genommen auch schon.

Cremig, würzig und fruchtig – kam ein kleines Apfel-Rahm-Törtchen im Glas daher. Und weil ich Euch natürlich nichts, mit halben Eiern vorstellen möchte, habe ich etwas hochgerechnet und Euch nun die Törtchen für vier kleine Förmchen zusammengestellt. 


Apfel-Rahm-Törtchen
Für 4 Gläser

1 Ei
1 Becher Sauer-Rahm
4-5 EL Zucker
1 TL Öl, geschmacksneutral
1 Apfel
4 – 5 EL Mehl
1/2 Pck. Backpulver
1 TL Flower Power Gewürz-Zucker-Blütenmischung (alternativ einfach etwas Zimt)

Zunächst das Ei mit dem Sauer-Rahm gut verrühren, nun den Zucker und das Öl unterrühren. Zuletzt dann das Mehl mit dem Backpulver hineinsieben und vorsichtig unterheben, bis der Teig eine cremige Konsistenz hat. Er sollte nicht zu flüssig sein, bei Bedarf einfach etwas mehr Mehl oder mehr Milch hinzugeben.

Die Gläschen leicht einölen und den Ofen auf 175 Grad Umluft vorheizen.

Nun den Teig auf vier Gläschen verteilen, sodass sie etwas halbvoll sind und den Apfel in kleine Würfelchen schneiden. Man kann ihn Schälen oder nicht, wie man es eben gerne hat. Die Apfelwürfel auf die Becher verteilen und leicht eindrücken, sodass sie etwas untergehen.

Zuletzt noch mit der Gewürzmischung oder alternativ einfach etwas Zimt bestreuen und für etwa 20 Minuten in den Ofen geben. Nach der Stäbchenprobe können die kleinen Törtchen herausgenommen werden und etwas abkühlen.

Zum Schluss noch mit Puderzucker bestäuben und dann genießen…

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Liebste Grüße,
Eure Tanja