Zitronen und Holunderblüten

Torten und Kuchenliebe, Zum Versüßen

Mein zweiter Geburtstag steht vor der Türe: genauer gesagt am 1. Juli. Denn vor genau zwei Jahren habe ich mich dazu entschlossen meine Rezepte und Gedanken zu veröffentlichen. Ich freue mich riesig über jeden einzelnen von Euch – über jedes kleine Herzchen und jeden Kommentar! Dass Ihr einfach da seid und Euch über meine Rezepte freut. In den letzten 12 Monaten gab es viele traurige Nachrichten, so sind von der großen Geschwisterrunde meiner Oma zwei Schwestern verstorben… 😦 Ich bereue es sehr, nicht mehr Zeit mit ihnen verbracht zu haben, um mehr von Ihnen und Ihrer Kindheit und ihrem Leben zu erfahren. Nun, es kommt leider doch immer anders als man denkt – der Lauf der Zeit eben! Vieles verändert sich…

Für mich steht in diesem Sommer auch aufregendes an – neue Kolleginnen und Kollegen, neue Wohnung, neues Klima und ein neues Land gilt es kennenzulernen! An genau meinem Blog-Geburtstag geht es los nach England. Ich werde euch dann vermutlich erst einmal nicht so ganz viele neue Rezeptideen zeigen (ein bisschen was habe ich aber für Euch vorbereitet), jedoch gerne für Euch berichten und den einen oder anderen schönen Ort zeigen!

Geburtstage feiert man zwar nicht vor, aber da ich die nächsten Tage vermutlich mehr mit Planen, Räumen und Packen beschäftigt sein werde, möchte ich Euch eine kleine Abschiedstarte kredenzen. Eine neue Kreation, in die ich feine Haferflocken und meine Lieblingszitronencreme-Füllung verarbeitet habe! Mit diesen Zutaten ist sie knusprig, herrlich cremig, süß und wunderbar erfrischend!

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Zitronen-Holunderblüten-Tarte mit Himbeeren
Für eine 23cm Tarteform

Teig
130g Haferflockenmehl
10g Haferflocken, blütenzart
60g Zucker
110g Butter
1 Ei
1 Prise Salz

Füllung
1 Zitrone
4 Eier
140ml Holunderblütensirup
100g Butter

Deko
100g Himbeeren

Für den Teig alle Zutaten rasch zu einem Teig verkneten und in eine Folie gewickelt eine Stunde in den Kühlschrank legen. Danach den Teig in einer Form verteilen (mit einem Löffel oder mit Hilfe einer Klarsichtfolie) und einen Rand formen, etwas mit der Gabel einstechen und bei 180 Grad etwa 15 Minuten lang vorbacken.

In der Zwischenzeit die Füllung vorbereiten. Die Zitrone dazu heiß abspülen und die Schale mit einer feinen Reibe abreiben, den Saft herauspressen und dann mit den Eiern und dem Sirup und der Schale in einem Messbecher vermischen. Die Butter vorsichtig in einem Topf schmelzen und leicht abkühlen lassen. Dann kommen die restlichen Zutaten hinzu und unter stetigem Rühren wird die Creme im Topf leicht erhitzt, bis sie beginnt fester zu werden. Es ist wichtig, dass die Creme nicht zu kochen beginnt, da die Eier darin zu sehr das Stocken. Sie soll schön cremig sein.

Die Zitronen-Holunder-Creme nun durch ein Sieb auf den Tarteboden geben und mit einem Löffel leicht verteilen. Jetzt noch einmal für ca. 5-8 Minuten in den 180 Grad warmen Ofen geben, sodass die Creme noch einmal leicht stockt und karamellisiert. Herausnehmen, abkühlen lassen und mit den Himbeeren belegen.

Et voilá!

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Ich wünsche Euch allen einen wunderbaren Sommer! Genießt jeden einzelnen Sonnenstrahl!

Liebste Grüße,
Eure Tanja

Brot mit besonderer Historie

Gesund und lecker, Herzhaftes

Ich hatte mal wieder Urlaub und es stand ein herzerfrischender Besuch in Rügen an. Nach ein paar Tagen Meeresluft schnuppern fuhren wir in die Stadt der Urban Gardener, der Törtchengenießer und Pulled-Pork-Profis: Berlin! Aber darüber erzähle ich demnächst mal etwas mehr. 

Der letzte Tag war so etwas wie: „Machen wir noch was besonderes… Auf dem Weg Richtung Heimat ist doch noch so viel zu sehen!“. Also fuhren wir durch tolle Villenviertel in Potsdam und genossen noch den einen oder anderen Blick aufs Wasser. Angekommen auf dem Gelände von Sansoucci trauten wir unseren Augen kaum – da war ja was los?! Hätten wir fast nicht erwartet… Also stapften wir in die vor einiger Zeit wieder aufgebaute Mühle von Sansoucci und genossen einen herrlich detaillierten Einblick in das Mahlerk und die Geschichte der historischen Mühle. 

An der Kasse erspähte ich zu Anfang ein paar tolle Dinge! Mehle, Sauerteige, Malze und vieles mehr, sodass ich nach der Besichtigungsstunde unbedingt ein paar Shoppingminuten einlegen musste. Ganz flux waren so wunderbare Zutaten für ein Brot mit Historie zusammengestellt. Schnell bezahlt, eingepackt und auf der mehrstündigen Fahrt im Auto das Rezept für körniges Roggenbrot ausgetüftelt… 

Brot mit frischem Mehl der Mühle von Sanssouci
Für ein 1kg Laib

500g Roggenmehl, griffig
150g Sonnenblumenkerne
50g Leinsamen
50g Buchweizensamen
1 EL Roggenmalz
3 EL getrockneter Sauerteig
1 Pck. Trockenhefe
2 TL Salz
1/2 TL Rohrohrzucker

500ml Wasser, warm

Alle trockenen Zutaten miteinander vermischen und dann mit dem Wasser aufgießen. Ein paar Minuten (am besten in der Maschine mit Knethaken) durchkneten lassen – etwa 5 Minuten.

Nun die Schüssel abdecken und an einem warmen Ort (z.B. Ofen mit Lichtfunktion – ca. 35 Grad) etwa 45 Minuten gehen lassen.

Das Brot auf einer bemehlten Fläche noch einmal kneten und dann in eine Form, die mit Backpapier ausgelegt ist geben. Wahlweise kann man das Brot auch einfach auf ein Backblech legen. Einschneiden und noch einmal ca. 45 Minuten gehen lassen.

Nun den Ofen auf 200 Grad heizen und dann darin das Brot ca. 1 Stunde lang backen. Danach etwas abkühlen lassen und genießen.

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Liebste Grüße,
Eure Tanja