Exclusives Making of: Meine erste Hochzeitstorte und ein Video

Torten und Kuchenliebe, Video

Vor ein paar Tagen habe ich meine erste 3-stöckige Torte gebacken. Das war absolut unbekanntes Terrain für mich – das muss ich echt mal gesagt haben! Aber wer nimmt für die beste Freundin nicht so eine besondere Herausforderung an? Klar! Wer den schönsten Tag seines Lebens feiern und mit Pracht und Rausch den neuen  Lebensabschnitt betreten möchte, der soll auch eine passende Torte bekommen! Dann Liebe geht bekanntermaßen ja durch den Magen…! Und gleich noch besser wenn die Hochzeitstorte ein Augenschmaus ist! Das hat meinen Ergeiz geweckt und ich wollte meiner lieben langjährigen Freundin (jaja, hebt das Glas für 18 Jahre Freundschaft…) eine perfekt auf sie abgestimmte Torte zaubern…

Hier gibt es nun ein kleines Making of meiner ersten Hochzeitstorte. Sie bestand aus drei Ebenen, die jeweils einen anderen Geschmackswunsch des Brautpaares erfüllten. Aber lest selbst!



Zahlen, Daten, Fakten

  • 30cm – 23cm – 15cm Durchmesser
  • 41cm Höhe
  • 10,5 kg schwer
  • 3 Tage gebacken, gefüllt und dekoriert

Geschmacksrichtungen
Die unterste Ebene war ein Schokoladenwunderkuchen, der mit Zartbitterganache gefüllt wurde. Die mittlere Ebene war eine spanische Vanilletorte, die mit Marzipanbuttercreme gefüllt wurde und die oberste Ebene war ein Vanillebiskuit gefüllt mit einer Himbeer-Sahne-Mascarpone-Creme.

Die einzelnen Tage: mein Zeitplan

Tag 1: 

  • Rosen und Blüten für Cupcakes geformt
  • Bänder zugeschnitten
  • Verpackungen und einzelne Kuchenböden vorbereitet
  • Tortenständervorbereitet

Tag 2: 

  • Schokoladenboden, Vanille-Marzipanboden und Vanillebiskuit gebacken
  • Cupcakes gebacken
  • Füllungen (Ganache und Buttercreme) vorbereitet
  • Torten gefüllt und eingestrichen

Tag 3: 

  • Cupcakes dekoriert
  • Torten eingedeckt

Der Tag der Hochzeit:

  • Torten zusammengebaut
  • Dekoration fertiggestellt
  • Alles auf dem Küchenbüffet angerichtet

Wie ihr seht, hätte natürlich alles effizienter geschehen können. Ein Profi bin ich aber natürlich nicht, und so habe ich mir auch genügend Zeitpuffer gelassen, den ich vielleicht gebraucht hätte, wäre mir eine Füllung oder einer der Böden nichts geworden.

 

Nicht vergessen: Eier und alle Zutaten frühzeitig aus dem Kühlschrank holen, sodass sie eine ähnliche Temperatur erreichen und sich beim Rühren gut verbinden.


Ein wunderbar aufgegangener Biskuitteig.

 

Zunächst die gebackenen Böden auf dem Kopf auskühlen lassen und in drei bis vier Böden teilen.

Zu guter Letzt, das Eindecken der Torten mit ausgerolltem Fondant.

Das Zusammensetzen selbst habe ich leider nicht fotografiert. Hier war ich einfach zu aufgeregt. Erst als die Torte heil auf dem Kuchenbuffet stand und mir gefallen hat, habe ich es gewagt, sie zu fotografieren…

Die mit Fondant-Rosen und frischem Schleierkraut dekorierte Torte. Das Schleierkraut ist zum Schutz mit einem Blumenkrepp eingebunden.

Eine Fondant-Rose im Detail. Wie man sieht, brauche ich noch Übung…

Noch ein letzter Blick auf die Torte in ihrer ganzen Pracht, bevor sie angeschnitten wird…

Mehr als 100 Gäste? Eine Torte mit diesen Dimensionen reicht hier natürlich nicht aus. Also gab es aus dem Teig und der Füllung der beiden unteren Ebenen noch passend dekorierte Cupcakes…

…mit kleinen ausgestochenen Fondant-Blüten und Zuckerperlen.

Und jetzt noch ein Video
Wer jetzt noch sehen will, wie die Torte entstanden ist, kann sogar in einem meiner ersten Videos sehen, wie ich sie zusammengesetzt habe. Schaut doch mal rein!

Wer es direkt bei YouTube ansehen möchte, kann das hier.
Ich hoffe, die Torte gefällt Euch und mein Beitrag hier gibt Euch einen kleinen Einblick ist die Möglichkeiten, die auch ein ganz normaler Hobbybäcker hat. Irgendwie passt es hier ganz gut: Nichts in unmöglich! 🙂

Liebste Grüße
Eure Tanja

Rhabarber, Rhabarber im Kühlschrank… wer ist der Leckerste im ganzen Land? 

Allgemeines, Torten und Kuchenliebe

„Der Rhabarber natürlich, ist der Schönste im ganzen Land, aber der Rhabarberkuchen ist noch viel schöner, als Ihr!“ Aber bitte,was für ein kleinlicher Rhabarber! Was kann nur schöner sein, als rosa-rote oder gar pinke Stangen, die gekocht, gebacken oder karamellisiert einfach genial fruchtig schmecken?! Eigentlich doch egal, was Schöner ist… Oder etwa nicht? 

Rhabarber kann man entweder lieben oder man mag ihn wirklich überhaupt nicht. Ich gehöre da, sehr zum Leidwesen meiner zweiten Hälfte, zu den absoluten Liebhabern dieses Gewächses. Frisch, fruchtig und leicht säuerlich – genau richtig und damit gehört er für mich zu den ersten warmen Tagen im Jahr einfach dazu.

Inzwischen sind die ersten roten Stangen reif und der Garten gibt wunderbare knackige Stangen her. Dem Geschmack von Rhabarber gebührend habe ich ihn zusammen mit etwas Zitrone in einen leichten und wahnsinnig fluffigen Kuchen gepackt und kleinen Gläsern (ja, ich stehe total auf Mini-Küchlein!) gebacken, macht er sich auch super als Dessert oder einfach auf der Couch…


Rhabarber-Kuchen aus dem Glas

Für ca. 8 – 10 Gläser

2 Eier
100g Zucker
100ml Rapsöl
100ml Milch
150g Mehl
1 TL Backpulver
1 TL Vanillezucker

Füllung
1/2 Zitrone
1 EL Zucker
250g Rhabarber

Zunächst den Rhabarber waschen, schälen und in 1cm breite Stücke schneiden. Zusammen mit dem Esslöffel Zucker sowie dem Saft und der Schale der halben Zitrone in einer Schüssel verrühren.

Für den Teig nun Eier mit dem Zucker aufschlagen. Nach und nach Öl und Milch hinzugeben. Nun nur noch Mehl mit Backpulver vermischt hineinsieben und mit einem Holzlöffel unterrühren.

Den Teig jetzt auf die Gläser verteilen oder in eine Form geben und den Rhabarber oben darauf verteilen.

Bei 180 Grad etwa 20 Minuten (Gläschen) bzw. 35 Minuten (Form) backen. Wenn beim Stäbchentest nichts mehr klebt, können die Küchlein raus.

Noch mit Puderzucker bestäubt, können sie direkt noch lauwarm genossen werden… mhmmm!

Liebste Grüße,
Eure Tanja